Interview mit Herrn Arthur de Leur - LifeGem Deutschland Diamantbestattungen, Hochzeitdiamanten, Familiendiamanten, Diamantbestattungen, Anbieter/ Hersteller von personalisierten Erinnerungsdiamanten.

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Interview mit Herrn Arthur de Leur

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LifeGem, Interview mit Herrn Arthur de Leur

LifeGem® ist in Europa in den Benelux-Ländern, Italien, Deutschland, Frankreich, England, Skandinavien, Ungarn  und der Schweiz vertreten.
Arthur de Leur ist der Geschäftsführer der ADEL BV, eine Vertretung von LifeGem® in Deutschland. In der Sommerausgabe 2007 der  “PRESTIGE” gab Herr de Leur (LifeGem Deutschland) ein Interview.

Arthur de Leur Geschäftsführer ADEL BV

PRESTIGE: Herr De Leur, kann man bei Ihnen nur die Steine oder auch das passende Schmuckstück anfertigen lassen?

Arthur De Leur: Sie haben beide Möglichkeiten. Nun ist es so, dass viele unserer Kunden schon ein Schmuckstück besitzen in das sie den Stein fassen lassen möchten.

PRESTIGE: Wie hoch ist die Menge, um einen Diamanten herzustellen?

Arthur De Leur: Es reichen 2 Gramm eines menschlichen Haars, um daraus einen Diamanten herzustellen.  Wenn Sie bedenken, dass 1 Karat ein Gewicht von 0,2 Gramm misst, sind 2 Gramm eine beträchtliche Menge.

PRESTIGE: Löst das nicht komische Gefühle aus, einen kremierten Menschen in einem Diamanten bei sich zu tragen?

Arthur De Leur: Wir erhalten sehr positive Resonanz auf unser Verfahren. Sehen Sie, normalerweise behält man die Locke oder ein anderes Erinnerungsstück an einen Verstorbenen. Der Diamant ist der König unter den Edelsteinen. Die Asche eines Verstorbenen in einen Diamanten umzuwandeln, ist eine spezielle und äusserst schöne Art der Huldigung und Ehre, und der Erinnerung.

PRESTIGE: Welche Menschen interessieren sich dafür?

Arthur De Leur: Vor einiger Zeit hat uns eine 94 jährige Dame angesprochen. Das absolut Fantastische daran war, dass sie im Internet gesurft und uns so gefunden hat! Stellen Sie sich das mal vor —94 Jahre und ein PC-Freak! Die eine Tochter der Dame lebt in Indien, die andere in Amerika und die deutsche Dame selbst auf Bali. Nun hat sie überlegt, dass sie bei einer Einäscherung und bedingt durch den Friedhofszwang hier in Deutschland begraben würde. Einerseits wäre sie weit entfernt von ihren Töchtern und andererseits könnte niemand ihr Grab besuchen. Das gefiel ihr nicht. Also beschloss sie, aus ihrer Asche Diamanten als Erinnerung für ihre Töchter anfertigen zu lassen.

PRESTIGE: Wie umgehen Sie den Friedhofszwang?

Arthur De Leur: Die Kremierung selbst findet in Deutschland statt. Nun fordern ein niederländischer Friedhof oder ein Krematorium die Urne in Deutschland für eine Beisetzung auf einem niederländischen Friedhof an. Deutschland ist verpflichtet, die Urne freizugeben. In der niederländischen Gesetzgebung kann frei über die Asche eines Verstorbenen verfügt werden. De Facto kann ein Diamant hergestellt werden.

PRESTIGE: Man kann einen Diamanten auch aus einem Haustier herstellen? Hund, Katze, Maus?

Arthur De Leur: (lacht Natürlich! Aber diese Herstellungsweise wird nicht nur für die Asche Verstorbener praktiziert. Im Laufe der Zeit hat sich ein Trend entwickelt, dass Menschen dieses Verfahren für die verschiedensten Anlässe nutzen. Sehr beliebt sind Hochzeitsdiamanten, wenn die Braut aus dem Haar ihres zukünftigen Mannes einen Diamanten herstellen lässt oder umgekehrt. Auch Eltern lassen so Familienerbstücke anfertigen, mit den Haaren ihrer Kinder zum Beispiel. Diese Schmuckstücke werden an die folgenden Generationen weitervererbt.

PRESTIGE: In der Redaktion hat es sehr unterschiedliche Reaktionen auf dieses Verfahren ausgelöst.

Arthur De Leur: Das ist normal. Der Tod und das Sterben sind hier in Europa Tabu-Themen. Man spricht nicht darüber; bei uns wird der Tod versteckt. Im Gegensatz zu anderen Ländern, wo man den Tod akzeptiert, oder wie in Indonesien, wenn sich die ganze Familie und ein ganzes Dorf treffen, um der Einäscherung eines Verwandten oder Freundes beizuwohnen. Den grössten Renner erfahren wir in Japan. 99 Prozent aller Menschen werden eingeäschert, und die Japaner sind über die Methode, einen Diamanten aus ihrer Asche pressen zu lassen, begeistert. In Japan haben wir damit eine Marktlücke gefunden.

PRESTIGE: Asiatische Verrücktheit? Wie Tamagochi und Computer-Hunde oder doch Pietätlosigkeit?

Arthur De Leur: Nein, die Japaner haben schon rein durch ihre Tradition und Kultur ein anderes Verhältnis und Verständnis zum Tod und demzufolge auch zur Einäscherung. Bestattungen sind kostspielige Angelegenheiten. Man denke nur schon an einen Sarg, den Grabstein und die Miete für ein Grab, die irgendwann nach 20 Jahren abläuft. Und dann? Was geschieht danach? Mittlerweile hat sich eine Entsorgungsmentalität entwickelt. Man produziert fast schon Wegwerf-Särge und bietet Light-Bestattungen an — kostengünstig, oder ist das pietätlos? Wir Menschen sind für eine bestimmte Zeit auf der Erde. Irgendwann verlässt unser Geist unseren Körper. Er existiert weiter. Der Körper ist lediglich eine Hülle, die mit unserem Verfahren aber nicht einfach irgendwo verwest oder verbrannt wird, sondern für das Leben und die Lieben weiterbesteht. Für die Ewigkeit.

 
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